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  • Claudia Ewen

NAMIBIA 9.5.2024 - 27.5.2024 - Teil 2

19.5.: Heute verlassen wir das Desert Camp in Sesriem und fahren schlappe 80 km weiter zu den Dünen in Sossusvlei, genauer gesagt zur "Big Daddy". Sie ist eine Sterndüne westlich des Sossusvlei am Rande des Deadvlei in der zentralen Namib Namibias. Mit einer Höhe von 325-380 Metern gilt sie als höchste Düne des Gebietes und eine der höchsten weltweit. Sie ist Teil des UNESCO-Welterbes  „Namib-Sandmeer“.

Von einem Sammelparkplatz aus werden wir auf den letzten paar Kilometern mit einem Traktor mit Anhänger zur Düne gebracht. Unser Bus wäre im Sand überfordert gewesen. Der Traktor allerdings auch, er fuhr sich fest. Wir mussten alle aussteigen, nach ein paar Versuchen klappte es dann.

Der Aufstieg auf dem Dünenkamm war genial, aber auch etwas anstrengend. Zwei Schritte vor, einer zurück... Bis ganz hoch habe ich es nicht geschafft, obwohl das letzte Stück der leichtere Teil war (wie mir später gesagt wurde). Dafür war der Abstieg durch den tiefen Sand hinunter zum Deadvlei (eine kleine, von Dünen umschlossene Ton-Pfanne im Namib-Sandmeer) mit seinen abgestorbenen Kameldornbäumen umso schneller und einfacher. Ein Genuss war es allemal, die sich ständig ändernden Sandstrukturen sind einfach faszinierend.


Weiter fahren wir anschließend zu dem etwa einen Kilometer langen und bis zu 30 Meter tiefen Sesriem-Canyon.


Danach erreichen wir die "We Kebi Safari Lodge". Wunderschön. Ein paar Meter vor dem Hauptgebäude gibt es eine Wasserstelle, wo die immerhin wilden Tiere morgens und abends zum Trinken kommen.


Auf der We Kebi Safari Lodge sind wir in diesen Rundhütten untergebracht.

20.5.: Auch diese schöne Unterkunft müssen wir wieder verlassen. Unser nächstes Ziel ist das "Desert Horse Inn" in Aus. Aber erst mal Mittagspause in Helmeringhausen. Dies sei nur erwähnt, weil es hier den "besten Apfelkuchen" gibt. Nun gut, er war wirklich seeehr lecker.

Unterwegs...

Die Lodge Klein-Aus Vista liegt in einer einsamen Wüste westlich des alten Glücksritter-Dorfes Aus, wo früher nach Diamanten gesucht wurde. Die Chalets sind im Westernstil.


Nachmittags machen wir eine Fahrt zu einer Pferdetränke, zu der Wildpferde kommen.

21.5.: Heute brauchen wir keine Koffer zu packen, weil wir eine weitere Nacht in Aus bleiben. Trotzdem starten wir schon um 8 Uhr und fahren zur "Geisterstadt" Kolmanskop, einer aufgegebenen Siedlung. Der Ort liegt ungefährt 10 Kilometer östlich der Hafenstadt Lüderitz und er ist nach dem Nama Johnny Coleman benannt, der dort 1905 mit seinem Ochsenkarren in einer Düne steckenblieb.... Kolmannskuppe verdankt seine Entstehung zwei Eisenbahnarbeitern, die 1908 zufällig die ersten Diamanten fanden. Der dadurch ausgelöste Boom sorgte für ein schnelles Wachstum. Der auf Diamanten gründende Reichtum der Bewohner ließ eine Bergbaustadt entstehen.

Hier lebten bis zu 400 Menschen und es entstanden hochherrschaftliche Steinhäuser nach deutschem Vorbild. Neben Unterkünften für die Arbeiter gab es Verwaltungs- und Dienstgebäude. Zur Infrastruktur gehörten ein Elektrizitätswerk, ein Krankenhaus (mit der ersten Röntgenstation Afrikas bzw. auf der ganzen Südhalbkugel), eine Eisfabrik zur Herstellung von Blockeis für die Eisschränke der Bewohner, ein Tante-Emma-Laden, eine Metzgerei, ein Ballsaal genanntes Gebäude mit Theater, Turnhalle und Großküche, eine Kegelbahn und eine Schule.


So, nach diesem genialen "Lost place" müssen wir nochmal den Sand aus den Zehen ausspülen. Wir fahren nach Lüderitz zum Mittagessen und anschließend zum Diaz-Point an der Küste nahe bei Lüderitz.


Ein schönes Wellenspektakel


Nachdem der Wind uns ein wenig zerzaust hat, fahren wir nochmal zurück nach Lüderitz und gehen zwischen den bunten Häusern bis zur Felsenkirche. Abends sind wir wieder zurück in Aus.


22.5.: Um 8 Uhr machen wir uns auf zum Fish-River-Canyon. Aber erst mal erreichen wir mittags unsere nächste Unterkunft, das Canyon Roadhouse, nur wenige Kilometer vom Eingang zum Fish-River-Nationalpark entfernt. Eine witzige und tolle Unterkunft, mit antiken Gegenständen rund ums Auto. Auch im Garten und im Restaurant dreht sich alles ums Auto.


Nachmittags erreichen wir den Fish-River-Canyon im Süden. Erstaunlich, dass außer uns niemand dort war. Der Fish-River-Canyon ist mit etwa 160 km Länge, bis zu 27 km Breite und bis zu 550 Metern Tiefe der größte Canyon Afrikas und gilt nach dem Grand Canyon als der zweitgrößte Canyon der Welt. Wirklich sehr grandios und beeindruckend.


23.5.: Heute fahren wir die längste Tagesstrecke mit ca. 500 km. Morgens um 8 Uhr starten wir und besuchen zuerst das Mesosuarus Fossil Camp mit ca. 5.000 Köcherbäumen inmitten von interessanten Doleritformationen. Der Farminhaber Giel Steenkamp erklärt uns bei einem Rundgang die Mesosaurus-Fossilien,


Ein "kleines" Nest der Webervögel

Ankunft im Kalahari Farmhaus in Stampried - und ein schöner Vollmond.

24.5.: So langsam geht unsere Reise zu Ende. Wir fahren wieder Richtung Windhoek, ins Schwarzenviertel Katatura, historisch bekannt als ein ehemaliges Wohngebiet zur Rassentrennung während der Apartheid. Die Vorstadt Windhoeks ist in den 1950er Jahen im Rahmen der südafrikanischen Apartheidspolitik entstanden. Hier besichtigen wir das Penduka Frauenprojekt, das es schutzbedürftigen Frauen ermöglicht, ein nachhaltiges Einkommen zu erzielen, den Lebensunterhalt ihrer Familien zu verbessern und ihre gesamte Gemeinschaft zu stärken. Die Frauen stellen Handarbeiten, Näharbeiten, Schmuck etc. selber her.


Kurze Eindrücke bei der Fahrt durch Katatura

Penduka Frauenprojekt - auch wir dürfen Stoff bemalen...

Danach erreichen wir unsere letzte Unterkunft, eine große Hotelanlage in Midgard. Eigentlich am unpersönlichsten, aber alles war vom Feinsten mit zuvorkommenden und freundlichen Mitarbeitern. In 2 Pools konnten wir endgültig den letzten Staub abspülen und den Urlaub gemütlich ausklingen lassen.

Am wirklich letzten Tag sind wir sowohl für den Sonnenaufgang (um 6.30 Uhr) wie für den Sonnenuntergang im offenen Geländewagen über das große Areal gefahren und haben natürlich nochmal das eine oder andere Tier gesehen. Ein schöner Abschluss.


Zwischen den beiden Fahrten haben wir uns doch nochmal die Beine vertreten mit einer Wanderung zum Kreuz, da ganz oben.


26.5.: Ein letztes Frühstück, dann verlassen wir um 13.40 Uhr das Hotel und fahren auf Schotterstraßen (wie sonst) zum Flughafen, der Flug startet pünktlich um 18.50 und landet morgens gegen 5.20 Uhr in Frankfurt. Danach trennen sich unsere Wege mit der Gruppe, jede/r hat von Frankfurt aus einen eigenen Rückweg. Wir fahren mit dem Zug weiter nach Luxemburg und sind nach insgesamt 24 Stunden Rückreise vor unserer Haustür :-).

PS: Schöne Grüße an alle, es war klasse mit euch.






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