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  • Claudia Ewen

TEMPUS FUGIT

Aktualisiert: Okt 1

Flüchtige Zeit

Ver-rückte Zeit


Geplant hatte ich an dieser Stelle einen Blog über mindestens eine der schönen Reisen, die für dieses Jahr vorgesehen waren.

Und dann kam Corona…die Karten wurden neu gemischt, die Pläne verworfen.

Die Reisefotos, die ich ich schon vor meinem geistigen Auge hatte, sind bis jetzt nur in meinem Kopf entstanden und nie, bzw. noch nicht auf dem Sensor gelandet.

Von heute auf morgen stand die Zeit durch den verordneten Lockdown still. Ein Szenario, dass man sich mit sämtlichen Konsequenzen noch vor einem Jahr nicht hätte träumen lassen.


Die Wirkung dieser Corona-Einschränkungen erlebten Familie, Freunde und Bekannte recht unterschiedlich. Auch unter optimalen äußeren Umstände fiel es mir persönlich nicht besonders leicht, einen Weg zu finden, mit der Coronasituation und vor allem der damit neu entstandenen Zeitstruktur umzugehen. (Geschlossene Grenzen und Einstufung Luxemburgs als Risikoland machten die Sache nicht besser).

Die Zeit ist nicht mehr dieselbe wie vorher. Ich empfand sie lange als unstrukturiert, sie zerfließt immer noch, rinnt wie Sand durch die Hände, ist nicht mehr greifbar. Und bis auf Weiteres schon gar nicht mehr längerfristig planbar.

Ich möchte hier ein paar Bilder zeigen, die versuchen sollen, dieses veränderte oder neue Zeitgefühl wiederzugeben. Die selbstgestellte “Aufgabe” hat mir dann auch zunehmend Spaß gemacht.

Die geplanten Reisefotos habe ich also ersetzt durch solche, mit denen ich die die Flüchtigkeit der Zeit darzustellen versuche. Ganz viele dieser Bilder sind in der Hauptstadt Luxemburg entstanden. Es war eine interessante und spannende Erfahrung, die Stadt in diesem Sinne zu erfassen.

Kommt gerne mit auf einen kleinen Spaziergang der anderen (Bilder)-Art.


Wo die Reise hingeht, weiß niemand. Aber beginnen wir doch einfach am Bahnhof, dort wo so viele Reisen anfangen und enden.


Kommen und Gehen

Mit dem Fahrrad über die Fahrradbrücke, die unter der Pont Adolphe befestigt ist, oder mit dem Auto geht es weiter zur Oberstadt.

Wir nähern uns dem Großherzoglichen Palast - nach und nach flanieren wieder einige Menschen dort. Der Platz vor dem Palast war lange Zeit "verwaist".

Es ist schön zu sehen, dass diese merkwürdige, aber immerhin sonnenverwöhnte Zeit nach Wochen endlich wieder bunt wird und einen Anflug von Leichtigkeit erhält.

Die einst leeren Terrassen füllen sich wieder.

Ich lasse mich treiben durch verwinkelte Gassen und fühle mich wie so oft als Tourist in der Stadt, obwohl ich sie mindestens einmal wöchentlich besuche.

Auch die Musik musste lange schweigen. So langsam erklingen wieder - mit aller Vorsicht und gebührendem Abstand - Töne. Sei es beim Singen im Park, ein kleines Solokonzert, das Orgelkonzert in der Kathedrale oder Konzerte in der wunderschönen Philharmonie.

Good vibrations

Und zum Abschluss raus aus der Stadt und rein in die Natur...






















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